Unsere C-Jugend hat es geschafft: Dank eines in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 25:20-Sieges gegen den TV Neerstedt konnte unsere Mannschaft am Sonntag die Qualifikation zur Regionalliga Vorrunde erlangen. Für die Handballer des SV Cappeln ist dies einer der größten sportlichen Erfolge in der über 40-jährigen Abteilungsgeschichte.
WJC Relegation zur Regionalliga Vorrunde Runde 1 Gruppe 1: SV Cappeln – TV Neerstedt 25:20 (14:12)
Die Ausgangslage vor dem entscheidenden Spiel am Sonntag war bei bestem Willen nicht gut. Zum einen hatte nach der Drei-Tore-Niederlage unserer Mannschaft in Aurich der TV Neerstedt die Auricher am zweiten Spieltag sogar mit vier Toren geschlagen. Dieser Quervergleich ließ nichts Gutes erwarten. Zum anderen fielen mit Kreisläuferin Maira Lohaus (Fingerbruch) und Charlotte Bien (krank) zwei Spielerinnen auf SVC-Seite aus. Auch Trainerin Meike Tweenhövel musste auf Grund einer Erkrankung passen, so dass Melanie Krogmann auf der Bank von Markus Meyer unterstützt wurde. Trotz aller Widerlichkeiten bestand die Aufgabe für unsere Mädels darin, den TVN mit mindestens drei Tore zu besiegen. Scheinbar eine Mamutaufgabe.
Der Respekt vor dieser Aufgabe erlosch bei unseren Mädels jedoch schnell. Dafür sorgte ein toller Start in die Begegnung. Rund sieben Minuten waren gespielt und unsere Mannschaft hatte den imaginären Rückstand aus der Tabellensituation aufgeholt (4:1). Diese anfängliche Euphorie hatte aber erst mal keinen Bestand. Nach ein paar Nachlässigkeiten und einem groben Abspielfehler glichen die Gäste aus Dötlingen in der 10. Spielminute zum 6:6 aus. Und für den Gast lief es sogar noch besser. Aus dem 6:6 wurde innerhalb weiterer fünf Spielminuten sogar eine 10:7-Gästeführung.
Unsere Mädels ließen sich aber nicht hängen und erinnerten sich an die Anfangsminuten. Es folgte bis zur Halbzeitpause ein toller 7:2-Lauf, den Gesa Grave mit ihrem 14:12-Treffer kurz vor der Halbzeitsirene abschloss.
Mit breiter Brust ging es in die Kabine. Und genauso kam unsere Mädels wieder heraus. Vom Wiederanpiff der guten Schiedsrichter Alexander Dohe und Marcel Van Den Hoek (Bramsche/Ankum) an ackerte unsere Mannschaft unermüdlich. Torhüterin Janne Meyer agierte fortwährend als ganz sicherer Rückhalt. Pia Gramann, die ein ganz tolles Spiel machte, sortierte das Spiel auf der Spielmacherposition. Innerhalb von sieben Minuten wurde aus der knappen Halbzeitführung ein 21:13 gemacht. Auf Seiten des SVC wurde nun kräftig durchgewechselt. Dieses nutzten die Gäste zum Leidwesen der zahlreichen Zuschauer, um Tor um Tor aufzuholen. 90 Sekunden vor dem Ende stand es dann plötzlich nur noch 20:23. Unsere Trainer nahmen eine Auszeit und sortierten noch mal neu. Gesa Grave war es dann, die im folgenden Angriff von der „Eckfahne“ den vielumjubelten 24:20-Treffer erzielte. Mit der Schlusssirene gelang unserm Team – erneut durch Gesa Grave -sogar noch das 25:20. Danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Für unsere Mannschaft bedeutet dieser deutliche Sieg sogar den Gruppensieg und somit die Qualifikation für die neue Saison 2024/25 auf Verbandsebene. Ob der TV Neerstedt oder der MTV Aurich unser Team begleiten wird, war bei Spielende nicht ganz klar. Beide Teams liegen mit der gleichen Tordifferenz auf dem zweiten und dritten Platz. Die Durchführungsbestimmungen ließen am Sonntag einig Spekulationen zu. Der Verlierer dieser finalen Entscheidung darf sich aber auch weiterhin Hoffnung machen und in zwei Wochen um den allerletzten Platz kämpfen. In einem Tagesturnier trifft man auf ein Team aus Brauschweig (SV Stöckheim) und dem Landkreis Helmstedt (HG ELM). Unserem Team bleibt diese Reise nun zum Glück erspart.
Wie geht es nun weiter? Nach den Sommerferien spielen die 27 qualifizierten Teams im Handballverband Niedersachsen-Bremen in drei Gruppen die Regionalliga-Vorrunde. Diese 9er-Staffeln spielen bis Weihnachten eine Einfachrunde ohne Rückspiel. Ab Januar spielen die Top-Teams in der landesweiten Regionalliga den Landesmeister aus. Die verbleibenden Teams messen sich dann in der Oberliga bis zum Saisonende im April.
SVC: Janne Meyer - Luisa Schönigt (3), Insa Vorwerk (1), Enna Meyer, Klara Hagedorn (2), Carolin Witt (3), Gesa Grave (9/a), Pia Gramann (4), Carla Abeln (3), Laura Meyer, Luisa Dojcinoski




















Was für eine Reise?!?! Was für ein Tag?!?! Am vergangenen Sonntag stand für unsere D-Jugend die Hauptrunde der Mini-EM an. Zu Gast war die Mannschaft von Markus Meyer und Elena Eilers beim Buxtehuder SV, nachdem sich unser Team als Slowenien in der Vorrunde überraschend für die nächste Runde qualifiziert hatte. Vier Spiele gegen absolute Top-Gegner standen für unsere Mädels auf dem Programm.
Im ersten Spiel am Sonntagmorgen traf unsere Sieben auf den TSV Wietzendorf. Obwohl sie schon rund zwei Stunden im Bus gesessen hatten, präsentierten sich unsere Mädels anfänglich sehr verschlafen. Angriff um Angriff wurde der Ball leichtfertig „verdaddelt“. „Team Portugal“ nutzte die Fehler der „Slowenen“ und zog schnell auf 5:0 weg (7.). Zwar kam unsere Mannschaft langsam besser in Spiel, doch die Hypothek aus den Anfangsminuten war einfach viel zu hoch. Am Ende der 20-minütigen Spielzeit siegte Wietzendorf mit 12:7.
Deutlich verbessert spielte unsere Mannschaft im zweiten Turnierspiel auf. Zwar setzte sich die JSG Fredenbeck nach einem zwischenzeitigen 3:3 (5.) ein wenig ab, doch weit davoneilen ließen unsere Mädels die Schweden nicht. Über 3:6 (8.) und 6:10 (14.) hieß es am Ende 12:9 für die „Schwedinnen“. Ein respektables Ergebnis für unser junges Team.
Die wahrscheinlich beste Turnierleistung lieferte unser Team gegen den späteren Tabellenzweiten TV Hannover-Badenstedt ab. Unserem Team kam es zu Gute, dass sich die „Griechen“ zuvor bereits für das Finalturnier in Sehnde (Region Hannover) qualifiziert hatten und kräftig durchwechselten. Und so hatte unsere Mannschaft über einen großen Teil des Spiels sogar mehr vom Spiel. Los ging es mit einer schnellen 3:1-Führung für unser „Team Slowenien“ (5.), die unsere Mädels sogar auf 6:3 ausbaute (10.). Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt reagierte und sah sich gezwungen, einige Leistungsträgerinnen mehr auf das Spielfeld zu bringen. Unsere Mannschaft kämpfte weiter aufopferungsvoll, doch rund drei Minuten vor dem Ende glich Hannover erstmalig wieder aus (10:10, 17.). Die Moral unser Mannschaft war etwas gebrochen und Griechenland drehte das Ergebnis. Mit etwas Abstand zur Niederlage sollte unsere Mannschaft jedoch stolz auf das Spiel gegen den TVHB aus Hannover sein. Der Topverein aus Hannover hat alleine in diesem Jahrzehnt im Jugendbereich bereits einen Deutschen Meistertitel und DHB-Pokalsieg eingefahren.
Im letzten Spiel traf unsere Mannschaft auf das überragende Top-Team vom Buxtehuder SV. Unsere Mädels kämpften erneut tapfer, doch das Team aus dem Leistungszentrum des Bundeligisten war unserem Team in allen „Disziplinen“ überlegen. Am Ende konnten sich unsere Mädels aber über tolle elf eigene Tore freuen.



























An die sehr erfolgreiche Saison mit der Regionsmeisterschaft konnte unsere F-Jugend beim traditionellen Abschlussturnier am vergangenen Samstag anschließen. 33 Teams aus der ganzen Region waren nach Dinklage gekommen. Die Mannschaft von Christian Bien, Carla Abeln und Janne Meyer spielte in der höchsten Leistungsklasse und musste sich nur im ersten Spiel gegen die Gastgeberinnen ganz knapp geschlagen geben. Alle weiteren Spiele im Turnierverlauf konnten gewonnen werden. Unser Turnierbericht mit Fotos:
SV Cappeln – TSG 07 Burg Gretesch 2:1
Es war ein langer erfolgreicher Saisonabschluss. Eine Saison, die unseren Mädels dank des Regionsmeistertitels dauerhaft in Erinnerung bleiben wird. Nicht so schön war am Samstag, dass Janne Meyer letztmalig dabei war und sich vom Team emotional verabschiedete. Unsere Mädels hatten auch ein Geschenk für Janne dabei, über das sich die scheidende Trainerin sichtlich sehr freute. Unsere Spielerinnen bekamen dann am Ende selber noch ein Geschenk, denn die Handballregion hatte in Zusammenarbeit mit den Volksbanken der Region für jedes Teilnehmerkind ein T-Shirt als Erinnerung dabei. Danke an die Handballregion und vielen Dank auch an Ausrichter TV Dinklage.















Am Ende ging der Drei-Tore-Sieg des MTV Aurich im Relegationsspiel zur C-Jugend-Regionalliga-Vorrunde gegen unser Team völlig in Ordnung. Auch die Höhe des Sieges bildete das Kräfteverhältnis relativ gut ab. Für den Sieg kam unser Team allerdings auch auf Grund des Spielverlauf eigentlich nicht in Frage.
In der zweiten Häfte folgte eine Achterbahnfahrt für die Mannschaft von Meike Twenhövel und Melanie Krogmann. Dabei schaffte es der MTV, der in der vergangenen Saison sowohl bei der D- als auch bei der C-Jugend die Regionsmeisterschaft Ems/Jade eingefahren hatte, den Vorsprung auszubauen. Unsere Mädels zeigten Moral und kämpften sich immer wieder heran. Beispiel: Als Bente Frerichs für ihre Gastgeberinnen zum 25:18 einwarf (32.) schien das Spiel einen deutlichen Verlauf zu nehmen. Vier SVC-Treffer folgten in Folge und das Momentum schien auf SVC-Seite. Der Lauf hatte aber keinen Fortbestand und die Wende folgte nicht.
Auch in der Schlussphase wäre vielleicht noch mal etwas möglich gewesen, aber nach Gesa Graves 24:27 folgten wieder einige Fehler. Am Ende hieß es 29:26 für die Gastgeberinnen, die wie gesagt einen verdienten Sieg einfuhren.
Damit hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet: Unsere junge D-Jugend hat sich am vergangenen Samstag in der Vorrunde der Mini-EM des HVNB durchgesetzt und zieht als Slowenien zusammen mit dem TV Meppen (Polen) in die Hauptrunde ein. Dort trifft die Mannschaft von „Nacionalni trener“ Markus Meyer und Elena Eilers dann unter anderem auch auf die Leistungszentren einiger Bundesligisten. Viel Lob gab es wieder einmal für den SV Cappeln, der sich als hervorragender Gastgeber präsentierte und dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen verlieh. Unsere Spielberichte und Fotogalerie:
Auf den stärksten Gegner des Vorrunden-Turniers traf unsere Mannschaft im zweiten Spiel. Der für Polen startende TV Meppen war mit zwei Verbandsauswahlspielerinnen angereist. Entsprechend einseitig verlief das Spiel in den ersten zehn Minuten, als die „Polinnen “ eine 11:5-Führung herauswarfen. Unsere Mannschaft fand aber ins Spiel zurück, nachdem der TVM ein wenig durchwechselte. Tor um Tor schmolz der Vorsprung. Maja Dobelmanns 13:15-Treffer in der Schlussminute kam aber zu spät. Am Ende freuten sich unsere Mädels allerdings über ein respektables 13:16 gegen den Favoriten.
Diesen Vorsprung konnten unsere Mädels in der Folgezeit auch verteidigen und besser noch: Rund drei Minuten vor dem Ende hieß es 12:8 für unser Slowenien. Statt ruhig den Vorsprung runter zu spielen, vertändelten unsere Mädels Angriff um Angriff. Mit Beginn der Schlussminute hieß es nur noch 13:12 aus Sicht unserer Mannschaft. Und der TuS bekam sogar noch die Chance zum Ausgleich. Doch nach einem Fehlpass war es dann Charlotte Bien, die den Ball Sekunden vor dem Ende zurückeroberte und nur durch ein rüdes Foul am finalen Torwurf gehindert werden konnte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Hannah Hilker zum vielumjubelten 14:12-Endstand.























